NEWSLETTER ABONNIEREN

Suchtpraevention fuer Kinder

Zusammenfassung vom Impulsvortrag beim Mama-Brunch am 26. April 2009

Suchtprävention im Kindesalter:

In der Arbeit von Suchtprävention geht es darum Sucht zu verhindern
(Entstehung und Entwicklung von Sucht) und NICHT um die Bekämpfung von Drogen und Sucht.

Eine frühe Vorsorge (Prävention) gegen Sucht kann sehr viel früher beginnen als vermutet.
Patentrezepte gegen Sucht gibt es nicht.

7 Vorschläge wie wir als Eltern Kinder und Jugendliche "schützen" können:


1. Kinder brauchen seelische Sicherheit:

Kinder brauchen unsere bedingungslose Liebe!
"Ich liebe dich so wie du bist!"
Sie wollen ihrer selbstwillen geliebt werden und nicht aufgrund ihrer erbrachten Leistungen.

Kinder wollen sich der Liebe und Zuwendung ihrer Eltern und nahestehenden Bezugspersonen sicher sein.


2. Kinder brauchen Anerkennung und Bestätigung:


Lob ist immer BESSER als Strafe.
Im Alltag überwiegt meist das "Schimpfen".

Nicht nur die Leistung loben, wichtiger ist schon die Bemühung loben.
Kinder brauchen die Erfahrung, dass Erwachsene viel von ihnen halten und ihnen etwas zutrauen.


3. Kinder brauchen Freiraum und Beständigkeit:

Eigene Realitätserfahrung wie auch Erfolgserlebnisse kann einem Kind NIEMAND abnehmen.
Eltern, die ihren Kindern alles abnehmen, verhindern damit, dass Kinder wirklich erwachsen werden.

KInder sind heute stärker terminisiert,beaufsichtigt, begrenzt und eingeengt denn je.

Freiraum mit eigenen Erfahrungen sind so wichtig wie nie zuvor.

Grenzen geben Halt und vermitteln Beständigkeit.


4. Kinder brauchen realistische Vorbilder:


Eltern sind die prägenden Vorbilder.
Ehrlichkeit ist hier gefragt.


5. Kinder brauchen Bwegung und richtige Ernährung:

Kinder wollen toben, sich bewegen, haben sichtlich Spass an der körperlichen Anstrengung.

Richtige Ernährung, verantworungsvoller Umgang mit Naschsachen.

Sucht beginnt da, wo ein Mittel anstelle eines vertrauten Menschen dazu dient, über ein Stimmungstief hinwegzuhelfen.


6. Kinder brauchen Freunde und eine verständnisvolle Umwelt:


Bei der persönlichen Zeitplanung auch immer die Interessen der Kinder berücksichtigen.

Kinder brauchen gleichaltrige Freunde.


7. Kinder brauchen Träume und Lebensziele:

Kinder sehen viele Dinge nicht nur anders, sondern auch klarer als wir.

Freundliches, offenes, positives Klima in Familie und Gesellschaft
sind wichtige Faktoren für eine gesunde Entwicklung.
 

Autorin: Yvonne Zöllinger, systemische Familientherapeutin in eigener Praxis mit  langjähriger beruflicher Erfahrung zur Suchtthematik