NEWSLETTER ABONNIEREN

Rueckzug oder Risiko? Wie Sie in heiklen Job-Situationen bestehen

Nicht selten geraten wir im Berufsleben in Situationen, die uns große Zurückhaltung abverlangen -wie Sie in heiklen Situationen im Job mit Diplomatie (besser) ans Ziel kommen.

Nicht selten geraten wir im Berufsleben in Situationen, die uns große Zurückhaltung abverlangen. Eigentlich möchten wir dem Gegenüber die Meinung sagen, fürchten die Konsequenzen dann meist doch zu sehr. Den Konflikt zu scheuen, ist in manchen Situationen vielleicht die klügste Lösung, bestätigt den anderen möglicherweise in seinem Verhalten. Wer diplomatisch vorgeht, gerät nicht in eine kommunikative Sackgasse, muss sich aber auch nicht auf der Nase herumtanzen lassen.

Kuschelkurs und Magengeschwür. "Eine gute Alternative zwischen Kuschelkurs mit Magengeschwüren und Kämpfen bis zum Bluthochdruck ist der Schritt zu Klärung des Problems", erklärt Jobcoach Margit Picher und rückt einen Grundsatz in den Mittelpunkt: Schwierige Menschen sind Menschen in schwierigen Situationen. Weil in heiklen Momenten die richtige Reaktion gefragt ist rät die Expertin zur Analyse: "Überlegen Sie sich, ob Sie in dieser Situation überhaupt Einflussmöglichkeiten haben und was die Konsequenzen sein könnten". So kann man einordnen, ob der richtige Schritt die Konfrontation oder der klügerer Schachzug ein Pokerface ist?

Verbunden durch ein Projekt. Kunden und Partner, mit denen man zusammenarbeitet, kann man sich nicht aussuchen. In einem Verhältnis der Gegenseitigen Abhängigkeit kommt es oft zu Spannungen, trotzdem muss die Arbeit erledigt werden. "Geht es um einen überschaubaren Zeitraum, sind Grundsatzdiskussionen kontraproduktiv", meint Picher. Dann ist es die beste Taktik, innere Gelassenheit zu entwickeln und sich durch das Wissen zu stärken, dass das Ende des Projektes in Sicht ist. Läuft das die Zusammenarbeit über einen längeren Zeitraum, muss man die Situation ansprechen und mit dem Partner eine Lösung finden. "Das funktioniert, wenn man in der Ich-Form das Gefühl der Störung und seine Wünsche mitteilt sowie Vereinbarungen über die weitere Zusammenarbeit trifft", weiß der Coach.

Cholerischer Kollege. Bei der Zusammenarbeit mit Menschen, die zu ungehaltenem Verhalten neigen, gibt es kein Weiterkommen, wenn man versucht Gleiches mit Gleichem zu vergelten: "Wichtig ist es, hinter die Dinge zu schauen und sie nicht persönlich zu nehmen. Aber auch sehr klar und deutlich Respekt und Umgang auf Augenhöhe einzufordern", rät Picher, denn gerade der Choleriker braucht es, dass man ihm Grenzen aufzeigt. Dabei verhärtet es die Fronten nur, wenn man dem anderen sagt, was er nicht tun soll.

Quelle: Kleine Zeitung, Autorin: Karin Riess

Mehr finden Sie im nebenstehenden Link.

Weiterf�hrende Informationen:
Rückzug oder Risko - Artikel Kleine Zeitung